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Abenteuer: Älterwerden…

Einige unfertige Gedanken dazu. Wann ich „es“ gemerkt habe? So in den letzten fünf bis acht Jahren kam „es“ schleichend. Es gibt keine Pause, kein Stillstand. Tag für Tag geht „es“ weiter. Mein ganz persönliches Älterwerden. Das ist doch normal, klar doch. Das geht doch jedem so, oder? Irgendwann ist doch jede Generation dran. Und jeder Mann findet schon irgendwie einen Weg damit klar zu kommen – oder auch nicht.

Für jeden von uns sind diese neuen Lebenserfahrungen total neu! Keiner hat jemals zuvor in solch einer Lebensphase gelebt. Das kraftvolle Leben, ausdauernd, zielgerichtet, voll da in Beruf, Freizeit und Familie, das ist schon was. Doch abgehängt vom Erwerbsleben, der Familienplanung und vollen Freizeit gilt es, sich gewissermaßen ein wenig neu zu erfinden. Manchmal habe ich den Eindruck, dass sich das Leben bei mir „schneckenartig“ bewegt. Immer mal wieder gibt es einen Anflug von Energie, so eine Art „Schaffensdrang“. Oder ein dumpfes Gefühl, dass mir die Zeit davonläuft? Danach bin ich meist zwei bis drei Tage platt, schlafe schlecht, oder tief wie ein Stein. Was passiert denn da mit mir und in mir? Habe ich darauf einen direkten Einfluss, oder muss ich mich irgendwie „ergeben“? Ich bin nicht die große Sportskanone. War ich nie. Will ich auch jetzt nicht werden. Und während ich dies schreibe, schaut mich das Wörtchen „will“ direkt an.

Was will ich? Was will ich wirklich? Und was geht denn überhaupt noch? Das ist nicht so ganz leicht für mich. Tue ich etwas „gegen“ das Älterwerden, oder gehe ich mit dem Älterwerden mit? Tatsache ist: „Es“ lässt sich nicht aufhalten. Wenn ich dann, vermutlich zum Trost, die letzten zehn Jahre meines Lebens anschaue, dann ist doch noch viel „gegangen“. Vieles hat sich verändert, ist anders geworden. Neues ist dazu gekommen, Neugierde war da, Abenteuerlust, Emotionen, Begegnungen, Veränderungen… Jeder geht irgendwie mit dem Älterwerden um. Bewusst oder unbewusst. Es ist für uns Männer eine ordentliche Herausforderung, denke ich. Wir sitzen im gleichen Boot. Wir könnten gemeinsam rudern, wenn wir uns darüber austauschen. Vielleicht entdecken wir noch das eine oder andere, was unserem Leben gut tut.

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