Das Kind ist da

Vater zu werden, ändert (fast) alles im Leben. Ein Mann. der Vater wird, findet zu einem neuen Selbstverständnis – mit oft tiefgreifenden Wirkungen. Es lohnt sich, diese Veränderungen bewusst wahrzunehmen.

Vater sein heißt da sein. Wer sein Kind bewusst begleitet sein Wachstum aktiv unterstützt und be-schützt, entwickelt sich selbst mit. Ein „guter Vater“ kann man eigentlich nicht sein, sondern nur wer-den. Und auch das nur annäherungsweise. Auch viele andere Menschen im Umfeld machen sich Ge-danken darüber, wie ein Vater zu sein hat: die Partnerin, die eigenen Eltern, die Schwiegereltern, Freundinnen und Freunde, andere Eltern (denen man jetzt plötzlich viel häufiger begegnet). Sie alle zeigen mehr oder weniger deutlich, gefragt oder ungefragt was sie von einem jungen (oder schon älte-ren) Vater erwarten. Auch der Chef oder die Vorgesetzte haben ihre eigenen Vorstellungen davon, wie viel Vater-Zeit dem Kind zugestanden werden darf.

Konflikte sind da nicht ausgeschlossen. Doch allen kann man es nicht Recht machen. Neue Gedanken drängen sich auf. Viele Überzeugungen kommen auf den Prüfstand. Was gibt mir selbst Halt? Was mache ich gut, wo fühle ich mich unsicher? Welche Überzeugungen, welche Werte möchte ich meinem Kind weitergeben? Was möchte ich neu lernen, um es meinem Kind vermitteln zu können? Ohnehin bestimmen, vor allem in der ersten Zeit, die Bedürfnisse des Kindes den Tagesablauf – und den der Nächte! Es sind entscheidend neue und wichtige Erfahrungen, Zeit mit dem Kind zu verbringen und diese Zeit auch zu genießen. Es ist eine intensive Zeit. Jedes Kind macht aus dem Vater einen anderen Menschen.

Quelle: Broschüre „Vater sein“. Herausgegeben von der Männerarbeit der Evangelischen Kirche in Deutschland unter Mitarbeit des Fachausschusses für die Arbeit mit Vätern und Kindern

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