Die Welt begreifen

Da liegt er vor mir. Ein kleines „Energiebündel“. Strampelnd, und zappelnd rudert er mit seinen kleinen Armen. Fast wie ein Käfer, der hilflos auf dem Rücken liegt. Mein dreieinhalb Monate alter Enkelsohn.
Wenn ich ihm die kleine, orange gestreifte Katze hin halte, greifen die kleinen Finger unkontrolliert zu. Er packt an, wechselt von einer Hand zur anderen. Die Stoffkatze fällt. as01072015Erneut gebe ich sie ihm und das Spiel beginnt von vorne. Er lacht, gluckst, prustet und quietscht vergnügt vor sich hin. Langsam, spielerisch, mit wachen Augen versucht er seine kleine Welt, im wahrsten Wortsinn zu „begreifen“. Er will sie berühren, anfassen, fühlen, spüren, in den Mund nehmen. Ohne Worte und Buchstaben verlässt er sich total auf seinen Tast- und Spürsinn. Und so mache ich es ihm nach. Nehme den kleinen Mann in meine Arme. Spüre ihn, fühle seine weichen Beine und Arme, taste, begreife, streichle und beschmuse dieses neue und einmalige Leben. Unbeschreiblich schön! So versuche ich dir mit diesen Worten zu beschreiben, was da gerade in mir passiert. Dabei merke ich, dass es im Vergleich zum Spüren und Tasten eben nur schwache Worte sind. Ein kleiner verbaler Versuch, meine neue Enkel-Welt zu „begreifen“!

 

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