„Dreh` das Radio lauter“

 

Das tut so gut! Fahre zurück vom Fachausschuss des emnw nach Hause. Spüre die Spannung in mir.Laut singe ich den Text des mir bekannten Liedes mit, oder brumme die Melodie hinterher.Laut, lauter, das tut so gut!

Tränen laufen mir herunter, tausend Gedanken schießen mir wie Blitze durch den Kopf. Was ist mit mir, welche „Bombe“ tickt in mir, ist das alles Wirklichkeit, oder bin ich im falschen Film gelandet?

Kurze Rückblende. Ja, auch Mann geht zur Vorsorge – und tut gut daran. Ultraschall – da gab es den inneren Knall. An einer Niere eine „Raumforderung“ deutlich und klar. Mein bisheriger Lebensfilm reißt ab. Der Boden unter den Füssen ist weg. Fühle mich die nächsten Tage wie in Watte gepackt. Nächste Station drei Tage später CT. Alles geht so schnell für mich. Mir fehlt irgendwie die Zeit zum „Luft holen“. Kurzes Gespräch mit dem Radiologen: „Was machen Sie beruflich? Nehmen Sie Sich für dieses Jahr nichts vor! Sie haben da zwei kleine Tumore an der Niere. Lassen Sie das schnell weg machen.“ Da stehe ich nun. Durch den Wind, wie man so sagt. Körperlich ohne die geringsten Beschwerden, doch in mir passiert so viel und manchmal ist die Spannung riesengroß. Dann drehe ich das Radio lauter…

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