Männer und Weihnachten: Passt das zusammen? Schöner Brauch oder schöne Bescherung - danach fragen wir Sie in diesem Blog-Beitrag.

Fremdenzimmer…

Ich mag den Begriff überhaupt nicht und doch prangt er ab und zu an einfachen Gaststätten und Pensionen. „Fremdenzimmer“. In so einem Zimmer muss man sich von vorneherein fremd fühlen. Hier werde ich niemals heimisch werden, mich für wenigstens eine Nacht zuhause fühlen. Ich bin ein Fremder, in einem dafür vorgesehenen Zimmer und das soll auch so bleiben. Ein Zimmer für einen Fremden. Ein Fremdenzimmer.

Ich weiß nicht, ob die Menschen, die an diesem Ort wohnen, auch ein Zimmer bekommen würden. Grundsätzlich stellt sich diese Frage natürlich gar nicht, denn sie wohnen ja schon an diesem Ort. Sie sind weder auf er Durchreise noch im Urlaub, sondern haben ein eigenes Zimmer in ihrer Wohnung oder ihrem Haus. Sie sind folglich hier nicht fremd und benötigen darum auch kein Fremdenzimmer. Außerdem müsste das ja denn „Einheimischenzimmer“ heißen, aber so etwas gibt es nicht. Noch schlimmer klingt aber der Hinweis, „Fremdenzimmer mit hauseigener Schlachtung“. In solchen Häusern schlafe ich meistens etwas unruhig. Man weiß ja nie, wer da nächtens plötzlich an die Türe klopft.

Wie ganz anders klingt doch die Aufschrift, „Gästezimmer“. Ein Gast darf ich hier sein. Ein Willkommener, der für ein paar Stunden bewirtet, beherberg, bekocht und meistens in Ruhe schlafen gelassen wird. Hinter dem Wort Gästezimmer spürt man die Herbergslust des Gastgebers. Er öffnet sein Haus für Gäste, für Reisende, Handwerker, Fahrradfahrer, Verliebte, Wanderer, Handelsvertreter, Hochzeitsgäste und fahrende Musiker.

Wie wird das wohl im Himmel sein? Gibt es da auch unterschiedlich beschriftete Eingangstüren? Eine für Fremde und eine andere für Gäste? Ich bin mir sicher, es wird eine einzige große Doppeltüre geben. Die beiden Tore sind, wie die Flügel eines Engels weit geöffnet und über der Türe steht in großer Schrift: „Kinder willkommen“!

Diese Gedanken, werden mit freundlicher Erlaubnis von David Pluess, wiedergegeben. Der bekannte Schweizer Musiker ist mit Freunden und Kollegen oft unterwegs um Musik zu machen die der Seele gut tut. Weitere Infos unter: http://davidpluess.ch

 

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?

  • Sehr gut (4)
  • Gut (1)
  • Geht so (4)
  • Gar nicht (0)

,

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar