Gott mutet uns viel zu

Arnim SpeckFülle dein Horn mit Öl und geh hin: Ich will dich senden zu dem Bethlehemiter Isai; denn unter seinen Söhnen hab ich mir einen zum König ersehen. 1.Samuel 16,1
Gott traut uns viel zu. So hat es schon Samuel erfahren: Der aktuelle König Saul ist von Gottes Geboten abgewichen, er hat sich von seiner Machtfülle fortreißen lassen. Jetzt hat Gott schon den nächsten Plan, was Samuel ganz verwirrt. Gott zeigt ihm bereits den nächsten König. Er beauftragt ihn hinzugehen und diese Familie zu besuchen, noch bevor der erste König abgedankt hat. Das muss ja Ärger geben!
Gott mutet Samuel dies zu. Und nicht nur das: Er gibt ihm eine Lektion darin, welche Kriterien bei Gott wichtig sind. Erst müssen alle sieben ältere Brüder vor Samuel ihre Aufwartung machen, bis es dem Vater der Söhne und Samuel selbst dämmert, dass Gott gerade mit dem kleinsten große Pläne hat: „Der Mensch sieht, was vor Augen ist, aber Gott sieht das Herz des Menschen an.“ Dies sollte uns nachdenkliche machen. Vielleicht sind wir auch unsicher, wenn Gott uns beruft. Wir halten uns für zu jung, zu alt, zu unvorbereitet oder zu beschäftigt. Gott aber sieht unser Herz an. Er liebt uns und er hat uns zu seinen Erben gemacht. Deshalb ist es nur verständlich, dass er uns auch Verantwortung übertragen will. Und das sogar sehr viel!
Ähnlich wie damals beim jungen David steht Gott an „unserer Tür“ und klopft an. Er kennt unsere Stärken und will uns einsetzen. Es liegt an uns, seiner Berufung zu folgen. Dann können wir erleben, dass Gott mit uns Geschichte schreibt und wir dürfen uns „fühlen wie ein König“!

Arnim Speck, Bezirksmännerpfarrer Dekanat Öhringen

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