Gute Wahl ?!

Gefällt es auch aber nicht, dem Herrn zu dienen, so wählt euch heute, wem ihr dienen wollt: den Göttern, denen eure Väter gedient haben jenseits des Stroms (Euphrat), oder den Göttern der Amoriter, in deren Land ihr wohnt.
Ich aber und mein Haus (meine Sippe) wollen dem HERRN dienen. Josua 24, 15

„Jedes Volk bekommt die Regierung, die es verdient“, sagt man so landläufig. Leider ist es aber oft gar nicht so leicht, die richtige Wahl zu treffen. Politiker sind manchmal austauschbar und dass Wahlprogramme oft falsche Hoffnungen wecken, haben wir zur Genüge erlebt. Denn leider bleibt es in der Politik unsicher, ob sich diese Wahlversprechen erfüllen und Wohlstand und Sicherheit z. B. gewährleistet bleiben. Wir selber als Wähler hoffen bei unseren eigenen Wahlhandlungen auch, dass unser Wählen der Gesellschaft zum Besten dient.
Aber nicht nur in der Politik, sondern auch sonst im Leben, müssen wir wählen. Wir müssen uns permanent entscheiden. Es ist eben nicht mehr so wie früher, wo der Lebensweg eines Menschen vorgezeichnet war. Wenn der Vater Bauer war, wird’s der Sohn auch. Und wenn der Vater Schreiner war, soll der Sohn den Betrieb weiterführen, auch wenn er zwei linke Hände hatte. Heute sind wir frei zu entscheiden. Aber welcher Weg ist der Richtige? Das ist gar nicht so leicht, dies immer heraus zu bekommen.
Auch das Volk Israel stand immer wieder vor der Wahl: Auf Gott vertrauen oder sich von dem eigenen Gutdünken lenken lassen? Letzteres führte meistens zu „Umwegen“. Am Ende der Wüstenwanderung Israels stellte sich deren Anführer Josua vor das Volk und stellt es noch einmal vor eine damals gewichtige, religionsentscheidende Wahl: „Wählt euch aus wem ihr dienen wollt!“ Dies war eine ungeheuerliche Freiheit die da dem Volk Israel angeboten wurde wenn man bedenkt, wie überaus eifersüchtig die seitherigen „alten“ Götter darauf bedacht waren, ihre Götter zu bleiben. Ein Austritt aus der jeweiligen Religionsgemeinschaft bedeutete oft den (sozialen) Tod.
Zum Glück hatten sie noch vor Augen, was der Gott Jahwe ihnen alles Gute geschenkt hatte. Und sie hatten ein Vorbild, dem sie vertrauen konnten: ihr Anführer Josua, der mit gutem Beispiel voranging (siehe oben: Ich aber …). Deshalb entschieden sie sich für den Gott Jakobs und damit für die Verheißungen, die er ihnen machte.
Auch wir Männer heute sind aufgefordert, uns (immer wieder) für Gott zu entscheiden. Wenn wir Gott wählen garantiert er selbst, dass er „Barmherzigkeit erweist denen, die ihn lieben und seine Gebote halten.“ (2. Mose 20, 6)

Arnim Speck, Pfarrer in Kupferzell-Eschental, nebenamtlicher Bezirksmännerpfarrer im Dekanat Öhringen

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3 Kommentare zu Gute Wahl ?!

  1. ulrich thierhoff 16. Oktober 2017 um 17:45 #

    Die Überschrift verspricht eine interessante Stellungnahme zu aktuellen Problemen. (Wir haben ja gerade mehrere – nicht ganz triviale – Wahlergebnisse zu verdauen.)
    Doch dann kommt an konkreten Aussagen – Nichts. Kein Bezug zu unserem Leben heute. „Sich für Gott entscheiden“, das ist ohne Konkretisierung genau genommen leider nur „Bla Bla“.
    Gruß
    Ulrich Thierhoff

  2. Alfred Schmid 18. Oktober 2017 um 8:33 #

    Die Quintessenz des Beitrags ist, dass wir Männer uns für Gott entscheiden sollen. Was heißt das aber ganz konkret? Dazu lässt sich doch manches sagen, oder nicht?
    Gruß
    Alfred Schmid

  3. Arnim Speck 1. November 2017 um 13:33 #

    Tatsächlich ist es eine große Aufgabe diese Formel zu füllen. Ich habe beim Verfassen des Beitrags eben auch an die Propheten des Alten Testaments gedacht.
    Micha zum Beispiel schreibt was gut ist: Gottes Wort halten und Liebe üben und demütig sein.
    Einerseits ist dies unpolitisch, weil es sich eben nicht an Menschen oder Parteien orientiert. Andererseits stehen sind mit den Geboten Gotte ganz konkrete Handlungsanweisungen verbunden, die zum Teil auch ganz gegen den Trend unserer Zeit stehen. Beispiele könnten sein: Sich bei den Parteien für den Schutz des Sonntags einzusetzen, oder einzufordern, das ein christlicher Grundwert der Schutz und die Gleichbehandlung von „Fremdlingen“, also auch Flüchtlingen, ist.
    Da tun sich also viele konrete Themen für die nächsten Beiträge auf :-). Es ist ein Ansporn, dass mehr konkrete Beispiele gefordert werden.
    Herzlich grüßt
    Arnim Speck

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