Ich trete ins Freie …

Ich trete ins Freie und bin erleichtert: Keine Mängel festgestellt. Im Vorfeld war ich mir gar nicht so sicher, dass es so gut ausgehen würde. Vor sechs Wochen hatte ich ein paar Tage ein komisches Ziehen im Oberkiefer. Aber das ist wieder verschwunden. Die Kontrolle heute ergab keine weiteren Beanstandungen.
Nun ja, vorbildlich gesund habe ich mich seit der letzten Kontrolle nicht gerade ernährt. Immer noch zu viel Zucker, schwarzer Tee mit Milch, Eis … und manch anderes was Zähnen zu schaffen macht. Aber das wird in Zukunft anders werden. Nehme ich mir vor. Schließlich sind Zähne ja wie treue Freunde die aber, einmal vergrault, nie wiederkommen werden. Denk’s und setze mich ins Auto.
Zu Hause angekommen, wartet der erste Prüfstein: Das Abendessen. Und nach ihm das heutige „Abendprogramm“: Ein schöner Abend zu zweit wenn die Kinder im Bett sind. Oder allein ein gutes Buch lesen. Oder besser: noch etwas  im Home Office für die anstehende Sitzung schaffen? Ich versuche eine Kombi: erst schaffen, dann noch für eine gute Stunde genüsslich zusammensitzen. Noch was Leckeres essen, ein Eis vielleicht …? Die Mauer meines dentalen Vorsatzes bekommt erste Risse. Einmal ist keinmal. Außerdem will ich ja auch nicht auf ALLEN Zucker verzichten. Soll halt in Summe weniger werden. Schließlich kommt, was kommen muss: Die alten Ess-Un-Arten kommen mit geballter Kraft zurück, als hätte es meinen Vorsatz auf der Zahnarztpraxistreppe nie gegeben.
Stimmt es dass Männer (ich?) schwer davon zu überzeugen sind anders zu handeln, wenn es nicht LEBENSBEDROHLICH!! ist. Nein, das ist es nicht. Aber KLUG – das wäre eine Veränderung schon.
Männer sind logisch? Nein, das glaube ich nicht mehr. Meine Gewohnheiten sind leider oft nur stärker. Das habe ich einmal mehr verstanden. Erst wehre ich mich gegen diesen Gedanken, dann denke ich: Wie wäre es, wenn ich diese Gewohnheits-Kraft stärker zu nutzen verstände?!
Aus guter Gewohnheit meiner Ehefrau und Mutter meiner Kinder einen Caro®-Kaffee machen, weil er ihr flüssiges Frühstück ist.
Oder: Aus guter Gewohnheit einmal im Monat selbst dran denken, den Zweitwagen zu betanken.
Oder: Aus guter Gewohnheit einmal im Monat einen zusätzlichen Termin mit den Kindern einplanen, damit die bessere Hälfte einen (halben) Tag „kinderfrei“ hat.
Oder: …
Die Erkenntnis: Die Kraft der guten Gewohnheiten zu nutzen ist sinnvoll. So werden schlechte Gewohnheiten langsam, aber erfolgreich, zurückgedrängt.

Andreas Niepagen

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