Kommunikation – männlich

AWeidleMann oh Mann!
Nach gefühlten 30 Minuten legt die Tochter endlich den Telefonhörer auf.
Er kann sich die Bemerkung nicht verkneifen:
„So, endlich fertig!“
Darauf sie: „Ja, war falsch verbunden!“

Mann oh Mann!
Kommunikation bei Männern läuft anders:
Treffen sich zwei Männer in der Kneipe.
Sagt der eine: „Und?“
Darauf der andere: „Jo …!“
Und nach weiteren fünf Minuten: „Und bei Dir?“
„Au …“

Mann oh Mann!
Reden ist Silber, Schweigen ist Gold? Wirklich?
Oder ist männliche Maulfaulheit nur Desinteresse am anderen?
Oder eine Form der Unfähigkeit, sein Innendrin anzuschauen?
Es ist fast wie beim Arzt: Man(n) wills vielleicht gar nicht so genau wissen, wie es einem geht!
Oder denkt „Mann“ einfach:
„Was geht´s den an, wie es mir geht?“

Mann oh Mann!
Ich frag mich schon:
Können Männer das?
Also: Miteinander reden und nicht nur Informationen austauschen?
Wollen Männer das?
Einander erzählen, wie es einem geht?
Also, einander zuhören und dabei erleben:
Mein Innendrin ist weder weich noch weiblich, sondern schlicht menschlich?

Mann oh Mann!
Mit manchen Leuten muss man sehr lange sprechen,
ehe sie mit sich reden lassen.
Mit Männern zum Beispiel.
Ich kenn da einen …

Kommunikation üben kann ich übrigens mit Gott.
Er kennt mich.
Er hört zu.
Ihm kann ich ungeschminkt sagen, was mich beschäftigt.
Er versteht auch mein Schweigen und ich merke:
Dies tut mir gut.

Andreas Weidle, Bezirksmännerpfarrer Göppingen

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