Macht hoch die Tür …

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ … Fast wäre man geneigt diese erste Zeile aus dem bekannten Adventslied den „Querdenkern“ als Protestmotto zu ihren Demos in der Adventszeit anzubieten.
Aber lassen wir das Scherzen, die Lage ist für etliche sehr ernst.

Diese Türe hier ist verschlossen. Die Haustüre zu Hause für zu viele Besucher gleichzeitig ab sofort ebenfalls. Die Kirchentüren zu den gewohnten gemeinschaftlichen und besinnlichen Advents-/ und Weihnachtsgottesdiensten wohl auch. Die Türen in die Gaststätten, Hotels, Kinos und Theater usw. schon so lange. Lock down – wie auf dem Bild. Nötig? Sinnvoll? Richtig? Erfolgversprechend?

Am Sonntag beginnt der Advent – wie immer mit diesem Lied, in diesem Jahr evtl. nur musikalisch vorgetragen. Den ersten Vers kennen eh alle, die sich trotz Corona in Kirchen oder vor den Onlinegottesdiensten einfinden werden.

„Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ – ein Aufruf, dies zunächst für und bei sich selber zu tun, damit andere Worte in uns Raum gewinnen und in uns wirken können, als nur die deprimierenden Coronanews. Die tun es leider auch – für manche zum seelischen Schaden.

Diese theologische Dichtung von Georg Weissel (1623) hingegen, über Gott in Jesus Christus, der „Heil und Leben mit sich bringt“, will uns locken zu lachen, zu leben, zu lieben und zu glauben, dass trotz vieler momentan verschlossener Türen der Himmel blau ist, und blau bleibt. Denn: „Der Himmel der ist, ist nicht der Himmel der kommt …“

Hei Männer, lasst uns nutzen was wir glauben und können, hoffen und haben, für uns und für andere, damit das neue Kirchenjahr so beginnen kann, wie es eigentlich gedacht ist: froh und fröhlich.

 

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