Wie gehen Männer Weihnachten entgegen?

davidGestern war der 2. Advent. Noch 2 Sonntage und eine Woche, dann ist Heilig Abend bzw. der 1. Weihnachtstag. Wie gehen wir Männer dieses Jahr mit diesen verbleibenden Wochen bis dahin um? Schauen wir Männer – wie dieser Mann – wieder mit solch einem kritische Blick auf die Vorweihnachtszeit und auf Weihnachten selber? Das wäre blöd, denn so sieht man eigentlich nicht dem „Fest der Freude“ entgegen.
Die Frage stellt sich jedes Jahr aufs Neue. So wie letztes Jahr, oder dieses Mal doch anders? Der Wunsch – falls noch vorhanden –  es dieses Mal anders angehen zu lassen, ist ein guter und viel sinnvoller und umsetzbarer als die Wünsche zum Neuen Jahr, dann einige Zeit später. Warum? Die Wünsche fürs neue Jahr haben kein End-Datum außer, dass man dies oder jenes im Neuen Jahr ändern will. Aber wann anfangen? Wann soll dies „erbracht“ sein? Mann kann sich also Zeit lassen, und dann passiert halt eben doch meist nichts.
Der Wunsch, die Adventszeit bzw. die Zeit bis Weihnachten und Weihnachten selber dieses Jahr anders zu gestalten, hat einen Endtermin, bis wann es geschafft sein will: Der 24.12.2016. Was man es bis dahin nicht umgesetzt hat, kann man dann einfach auch bleiben lassen. Dies ist der Unterschied zu den Neujahrswünschen. Das bedeutet: Heute damit beginnen, denn wir sind schon 2 Wochen in der Vorweihnachtszeit.
Womit? Möglichst weniger Termine ausmachen als üblich, manche nicht wahr nehmen, wenn sie nicht so wichtig sind. Zeit für eigene Besinnung und Ruhe einplanen, wenn möglich die betriebliche Hektik herunterschrauben helfen. Abends eine Kerze, zwei, drei oder vier anzünden zum Abendessen und nicht gleich danach wieder fort rennen, sondern sich von diesem Schein beruhigen lassen. Einen Adventskalender in Ruhe betrachten, sich Zeit nehmen für die Begegnung mit dem Wort Gottes in diesen Wochen, egal wo und wie es aufgeschrieben steht. Es gibt genügend Literatur, WeihnachtsliederCDs mit verkündigendem Inhalt, etc. Sich überlegen, ob und wem man etwas spenden will (die Flyer brasseln ja gerade en mass ins Haus), wen man in diesen Wochen mal wieder besuchen bzw. anrufen könnte weil der Kontakt abgerissen ist, sich mit aktiv einklinken in die Überlegungen der Frau/Familie, wie man die Feiern und die freien Weihnatstage gestaltet will, wen man danach besucht – besuchen muss, etc.
Als Mann bis zum 23.12. mit Vollgas fahren durchs Leben fahren, um dann innerlich auf 0 runter zu bremsen, lässt Weihnachten unmöglich gut und sinnvoll werden, keine Chance. So gelebt ist der kritische Blick des Mannes hier im Bild berechtigt. Nutzen wir doch die gute kirchliche Einrichtung, 4 Wochen langsam runter zu bremsen, um anderes in den Blick zu nehmen, als das Alltägliche. Es tut uns, unserer Seele und unserem Glauben und unseren Familien gut, versprochen. Zwei Wochen sind von den 5en schon vorüber, also los!

Falls Sie wissen, wer hier so grimmig dreinschaut, schreiben Sie es mir doch in einem Kommentar – und wer der Künstler war?

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2 Kommentare zu Wie gehen Männer Weihnachten entgegen?

  1. Hans Kahlau 5. Dezember 2016 um 17:52 #

    Zum Bild: Sieht mir schwer nach dem David von Michelangelo aus – wie er in Florenz zu sehen ist. Oder?

    • Stephan Burghardt
      Stephan Burghardt 6. Dezember 2016 um 15:32 #

      Hallo Hans

      das ging aber schnell – und stimmt genau. Er schaut – nach der biblischen Geschichte – nicht auf die Advents- und Weihnachtszeit, sondern auf seinen Gegner Goliath. Advent und Weihnachten sind ja keine „Gegner“ von uns Männern, sondern Ermöglicher von Auszeit und Besinnung, nicht Konkurrenz und Ausbeuter. Deshalb ist ein anderer Blick in dieser Zeit auf diese Zeit angemessen.

      Grüße Stephan Burghardt

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