Männer unterwegs – einmal Belgien quer.

Es geht – keine Frage – und es war eindrücklich. 12 Männer auf 12 Rädern, von Aachen über Liege, Leuven, Brüssel, Gent und Brügge bis ans Meer. In 6 Tagen sind wir ca. 420 km geradelt, in Jugendherbergen gut untergekommen und dort auch ganz gut gegessen. Von Brügge aus mit dem Zug dann wieder zurück.

Französisch und flämisch, historisch und modern, Atomium, Europäischer Rat und -kommission, mangelhafte und großartige Radwege, immer gutes Radlerwetter mit wenig Gegenwind und freundliche und sehr radler-rücksicht-nehmende Belgier.
Was für eine Alltagsunterbrechung für Männer in der zweiten Juliwoche. Was für ein Erfolgserlebnis, aus eigener Kraft und zusammen mit anderen es geschafft zu haben, von Aachen bis ans Meer geradelt zu sein. Belgien war Neuland für die Meisten. Fast keiner der Männer war seither in Belgien – außer mal „durchgebrettert“ auf der Autobahn.
Die beste Erfindung ever ist meiner Meinung nach das ganz normale Fahrrad – zusammen mit den Satteltaschen, versteht sich. Steigert es doch das menschliche Fortkommen in Geschwindigkeit und Strecke um ein vielfaches und braucht weder Futter noch Wasser. Man kann es abstellen und hervorholen, ist immer bereit und hat nie Muskelkater oder Verstimmung, egal ob Regen oder Sonnenschein. Es ist für jeden erschwinglich und hat wenig Folgekosten. Man kann es fast überall mit hinnehmen, sogar in die Fußgängerzone beim bummeln in der Altstadt und es braucht keinen teuren Parkraum. Was will man mehr? Und im Blick auf die aktuelle Diskussion: Klima-ökologischer kann man fast nicht reisen.
Männer unterwegs – in diesem Sommer werden es sich viele überlegen, wann, wie und wohin. Wenn es noch keine gute Idee für den Urlaub gibt, dann wäre das oben Beschriebene (mit Familie oder mit einem Freund oder auch alleine) vielleicht eine, eine mit Abenteuercharakter. Man bräuchte nur einen djh-(Familien)Ausweis und der ist nicht teuer. Ein Tipp für die Rückreise: In Belgien kann man auf Zügen kein Fahrradt reservieren. Der der da ist, ist da. Mann muss sich drauf einlassen – es klappt und es lohnt sich.

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Ein Kommentar zu Männer unterwegs – einmal Belgien quer.

  1. Avatar
    Tilman Kugler 31. Juli 2019 um 9:59 #

    Der Kulturphilosoph Ivan Illich nannte das Fahrrad, wenn ich mich recht erinnere, deshalb ein „konviviales Werkzeug“: ein Werkzeug das im praktischen Leben viel hilft und vom Nutzer a) beherrschbar, b) technisch durchschaubar und c) ohne allzu großen Aufwand reparierbar ist. Es macht frei, nicht abhängig.
    Das kann man nicht von allen „Tools“, die wir heute so nutzen, ohne Weiteres behaupten.

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