Marktwert – Selbstwert – Gottes Wert

 

Während beim Confed-Cup in Russland der Ball rollt, macht der Bundesliga-Fußball Sommerpause. Das heißt auch: der Transfermarkt ist geöffnet! Für aberwitzige Summen werden Spieler hin – und hergeschoben. Die Vereine rüsten sich für die neue Saison. Die Bayern haben gerade den teuersten Transfer ihrer Geschichte vollzogen. In England wurde schon im vergangenen Jahr die 100 Millionen-Marke geknackt. Wie entscheidet man über den Wert eines Menschen?
Was ist der Mensch, dass du seiner gedenkst? (Ps 8,5) Die Frage nach dem Wert eines Menschen ist uralt. Zum Glück antwortet der Glaube auf diese Frage nicht, indem er die Leistung beziffert. Der Wert eines Menschen bemisst sich weder am Marktwert noch am Selbstwert, sondern allein daran, wie Gott einen Menschen liebt. Dass ein Mensch lebendig ist genügt dafür, dass sein Leben einen unbezahlbaren Wert hat. Sein Aussehen, seine Fähigkeiten, seine Interessen, seine Biographie, selbst seine eigene Art an Leistung zu scheitern, machen ihn unverwechselbar einzigartig. So hat Gott ihn geschaffen. Wem das nicht genügt, der kann darauf schauen, welchen Preis Gott für einen Menschen zu zahlen bereit ist: in Jesus Christus gibt er sich selbst her.
Auch wenn uns Männern das Fußballfachsimpeln manchmal etwas leichter fällt als die Liebe – das begreift jeder: Wenn wir selbst oder andere es versuchen dem Leben einen Wert-Stempel aufzudrücken, dann erreichen wir trotzdem nie den Wert, den Gott unserem Leben gibt. Weil Gott diesen Wert nicht mit Geld, sondern mit seiner Liebe misst.

Pfarrer Kristian Kirschmann
Ev. Kirchengemeinde Sulzdorf/ Bezirksmännerpfarrer Kirchenbezirk Schwäbisch Hall

 

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