Meinen Weg

Ich gehe einen Weg entlang.Guenther_IMG_5714
Da ist ein tiefes Loch.
Ich falle hinein.
Es schmerzt.
Ich bin verloren … ich bin ohne Hoffnung.
Es ist nicht meine Schuld.
Es dauert endlos und ist anstrengend, wieder herauszukommen.

Ich gehe denselben Weg entlang.
Da ist ein tiefes Loch.
Ich tue so, als sähe ich es nicht.
Ich falle wieder hinein.
Ich kann es nicht glauben, schon wieder am gleichen Ort zu sein.
Aber es ist nicht meine Schuld.
Immer noch dauert es lange herauszukommen.

Ich gehe denselben Weg entlang.
Da ist das tiefe Loch.
Ich kenne es.
Manchmal falle ich noch hinein … aus Gewohnheit
Ich bin dankbar dafür, das hat mir die Augen geöffnet.
Ich komme sofort heraus.
Ich trage die Verantwortung für mich.

Ich gehe denselben Weg entlang
Das Loch ist verschwunden.
Ich gehe weiter.

Meinen Weg.

© 2014 Günther Dürkopp, Backnang
frei nach: Sogyal Rinpoche „Das tibetische Buch vom Leben und vom Sterben“

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