Tilman-kl

Mitten drin in der Adventszeit…

… und mitten drin in einer riesigen Fülle …

  • von Dingen, die ich diese Jahr noch erledigen möchte, z.B. im Garten, vor Weihnachten, im Büro, im Keller.
  • von Düften, Klängen, Menschen und Waren in den Fußgängerzonen…
  • von Terminen und Verabredungen mit Kolleg*innen, Freunden, in der Familie, mit meiner Frau…
  • von Dingen, an die ich noch denken sollte…
  • von Veranstaltungen, wo ich gerne hin möchte…

Manchmal wird es mir echt zu viel!
Und doch gibt es dazwischen immer wieder  Momente der Stille, in denen ich bewusst inne halte:

  • An der Bushaltestelle, wenn ich das Smartfon stecken lasse und lieber mal meinem Atem zuschaue, nachfühle…
  • In der Bahn, wenn ich die Menschen wahrnehme, die um mich herum stehen oder sitzen…
  • Beim Zeitunglesen, wenn ich einen unbequemen Artikel über die Menschen in einem Kriegsgebiet ganz lese – und den Schmerz an mich ran lasse…
  • Im Treppenhaus, wenn die Nachbarin mit ihrem Hund rausgeht, für ein Schwätzle, das übers Jahr manchmal zu kurz kommt…
  • Abends auf dem Nachhauseweg, wenn in manchen Fenstern, oder Gärten freundliche Sterne leuchten…
  • auf dem Weihnachtsmarkt, wenn ich alleine, zwischen all den fröhlichen Menschen und dem Rummel, in aller Ruhe einen Glühwein trinke…
  • Wenn Sonntagmorgens – ich bin grade am Aufwachen – von draußen die Stimmen fröhlich spielender Kinder hereinschallen, die sicher schon seit Stunden wach sind…

„Halt an, wo läufst du hin? Der Himmel ist in dir.
Suchst du Gott anderswo, du fehlst ihn für und für.“

… dichtete Angelus Silesius, alias Johannes Scheffler, Arzt, Priester und Dichter im 17. Jahrhundert. Und er trifft damit das Geheimnis des Weihnachtsfestes, das uns in gut einer Woche bevorsteht. Dafür „üben“ wir ja drei, vier Wochen lang, jedes Jahr im Advent: Erst mit einer Kerze, dann, zwei, dann drei …
Um uns langsam, bedächtig dieser Geschichte zu nähern, in der sie uns seit bald zweitausend Jahren erzählen, dass Gott Mensch geworden ist. Als Kind. Konkret. Nah. Im Alltag.
Und dass wir ihn dort immer wieder finden. Oder er uns? Genau da, wo wir uns gerade befinden. Wenn wir uns für Gott öffnen…

Euch Lesern (und auch den heimlichen Leserinnen 😉 wünsche ich gute Advents-, Weihnachts- und Wintertage!

Tilman Kugler

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?

  • Sehr gut (2)
  • Gut (5)
  • Geht so (6)
  • Gar nicht (0)

, , , ,

Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar