Tempel in Taiwan

Vor kurzem änderte sich meine Dienstreise schlagartig. Anstatt nach Hause zu fliegen durfte ich weiter nach Taiwan. An dem Sonntag dort nahm ich mir die Zeit, mich in Taipeh umzusehen. Dabei interessieren mich besonders die Stadtteile, in denen ich nicht nur Touristen sehe… Als ich eine Straße entlang zog, nahm ich den Tempel auf der anderen Straßenseite gar nicht wahr. Erst beim Zurückgehen entdeckte ich ihn. Er war mit anderen Häusern umbaut worden.

Innen sah ich Buddhisten sich verbeugen und Räucherstäbe entzünden. Sie lebten die Verehrung. Ich erlebte sie so ganz im Hier und Jetzt. Sie drückten Ihren Glauben einfach aus. Was mich daran faszinierte war die Konzentration auf das für sie wichtige. Ich sah Mofas rumstehen, einen Geldautomaten nach dem Eingangstor, daneben und etwas erhöht Tische und Stühle.

Ich bewundere diese Menschen, die sich von Äußerlichkeiten nicht ablenken lassen, ganz präsent sind, ihren Glauben leben/zelebrieren. Wie würde ich darauf reagieren, wenn ich an der Stelle des Tempels eine Kirche gesehen hätte? Wahrscheinlich würde ich mich aufregen, dass eine Kirche so zugebaut wurde, wie es dort aussieht und würde ganz vergessen, worum es geht – mich daran zu erinnern, mit mir in den Kontakt zu kommen, dankbar zu werden und mit dem in Kontakt zu gehen, den ich Gott nenne. Zufällig habe ich etwas mitbekommen, was mich selber inspiriert hat.

Wie gefällt Ihnen dieser Beitrag?

  • Sehr gut (0)
  • Gut (0)
  • Geht so (0)
  • Gar nicht (0)
Noch keine Kommentare.

Schreibe einen Kommentar