Und weg damit !

 

RadlermülleimerWas ist das auf dem Bild? Richtig! Auf meiner Sommerulaubsradtour im Norden Deutschlands radelt ich auch am Emsradweg entlang und ging an dieser Stelle spontan in die Bremsen, als ich diesen schrägen „Radler-Mülleimer“ sah, der einzige auf einer Strecke von ca. 1.100 km. Irgendwie originell und sinnvoll. Zum Müll entsorgen (der beim radeln dann doch immer etwas hinderlich ist, man verschmiert die Satteltasche mit der Bananenschale, es läuft dann doch noch was aus, …) ist diese Erfindung praktisch. Mann muss nicht anhalten, um den angefallenen Müll los zu werden. Man kann einfach weiter radeln und im rechten Augenblick: Weg damit! Nur hatte ich in dem Moment keinen Müll in der Hand, den ich hätte entsorgen müssen, blöd auch.
Solche „Lebens-Mülleimer“ am Wege, wo Männer bei voller Lebensfahrt das entsorgen können was sie nicht mehr brauchen, was ihnen lästig geworden ist, was aufge- und verbraucht ist nach so vielen Jahren ihres Lebens, wäre eigentlich nicht schlecht. Wenn man weiß wo er steht, vorbeifahren, reinwerfen, los sein, das wäre doch manchmal praktisch. „Aus den Augen, aus dem Sinn“ – sagte man früher, der Kopf und die Seele wäre wieder frei.
Blöd nur, dass solch eine Möglichkeit nicht einfach so am Lebenswegesrand auftaucht. Okay, echte Männerfreundschaften, Lebensberatung, Psychiater wenn’s ganz schlimm ist, können solche eine Funktion schon auch übernehmen – und der Glaube. Zwar ist das Kreuz Christi etwas aus der Mode gekommen (in öffentlichen Gebäuden darf es trotz christlich geprägtem Gesellschaftsverständnis bedauerlicherweise nicht mehr hängen), aber persönlich hat es noch Wirkung und in der eigenen Wohnung kann ich ja aufhängen was ich will. „Vom fröhlichen Tausch“, redete Luther. Gib mir deine Schuld und deine Sorgen im Gebet, sagt Christus, dann gebe ich dir dafür innerliche Befreiung. Klingt vielleicht zu einfach und zu „automatisch“, ist aber trotzdem was dran. Na dann, weg damit, und anschließend befreit, fröhlich und anders weiterleben!

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