Vätertag statt Vatertag

Toshiba Digital CameraEine Tradition entwickelt sich weiter

Vatertag – ein weltweites Phänomen, wird begangen an unterschiedlichen Tagen im Jahr mit unterschiedlichen Intensionen und Inhalten. In Deutschland wird der Vatertag, oftmals auch als Herrentag oder Männertag bezeichnet, am 40. Tag nach Ostern gefeiert. Dies ist der christliche ‚Feiertag Christi Himmelfahrt‘. Seine Wurzeln gehen bis auf das Ende des 19. Jahrhunderts zurück. Das anfängliche Kernelement des Vatertags war die Einweihung der Jüngeren (Männer) in die Sitten und Unsitten von Männlichkeit. Im Laufe der Zeit entwickelte sich daraus zusätzlich eine Art Ausflugskultur, das heißt, die Teilnehmer unternehmen an diesem Tag gemeinsam einen Ausflug oder eine Wanderung. Oftmals werden sie dabei begleitet durch handgezogene oder –geschobene und geschmückte Gefährte, welche verschiedenste (meist alkoholische) Getränke transportieren. Diese führen im Laufe des Tages unter Umständen auch zu unliebsamen Nebenwirkungen. Seit den letzten Jahrzehnten wird der Vatertag auch als Familienfest gefeiert, etwa um gemeinsame Tagesausflüge zu gestalten, aber auch um über das verlängerte Wochenende (mit Freitag als Brückentag, der in vielen Schulen freigegeben wird) einen Kurzurlaub zu unternehmen. Ich als Vater bin zwischenzeitlich noch einen Schritt weiter gegangen. Aus dem Wortspiel „Vätertag statt Vatertag“ habe ich vor vielen Jahren in meinem unmittelbaren Gemeinde- und Wohnumfeld eine Väter-Kinder-Aktion initiiert. Jedes Jahr an Himmelfahrt habe ich Väter dazu eingeladen, gemeinsam mit Ihren Kindern diesen Tag zu gestalten. Die Resonanz war groß. Ideen für Ausflugsziele und kreative Tagesgestaltungen gibt es genügend. Erfahrungsgemäß sind die interessierten Väter sehr engagiert, so dass sich auch der Vorbereitungsaufwand in Grenzen hält. Erfahrungsgemäß sind auch Kinder gerne mit nett gestalteten Leiterwagen unterwegs, bepackt mit Proviant und (antialkoholischen) Getränken. Das gemeinsame Erleben dieses Tages schwinge sowohl bei den Vätern aus auch bei den Kindern noch erstaunlich lange nach.

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