Vom Aufgang der Sonne…..

Jeden Werktag morgen: Aufstehen, ein bisschen Frühsport , ein bisschen Frühstück,
ab in die Dusche und ab ins Büro.

Heute möchte ich die morgendliche Routine durchbrechen. Ein sonniger Herbsttag ist angesagt, und ich stelle den Wecker früher. Als ich aus dem Haus gehe, steht noch die Mondsichel am klaren Osthimmel, daneben der Morgenstern. Ein leichter blauer Schimmer  umrahmt die Szene, wird zum Horizont hin schon heller.  Jetzt  schnell ins Auto und los geht’s.
Die Ausfahrt zum Büro lasse ich rechts  liegen, fahre weiter, biege ein wenig  später ab auf eine Landstraße und fahre die Serpentinen auf die Alb hoch. Gegen den Strom der Autolichter der Pendler auf dem Weg in die Arbeit. Auf der Albhochfläche angekommen, folge ich nochmal einem kleinen Sträßchen bis zu einem Wanderparkplatz.
Dann laufe ich los, die Kamera in der Tasche,  in den Wald. Nach einer halben Stunde stehe ich auf einem Felsen am Albtrauf, mit freiem Blick auf das Tal und die Burg Hohenzollern. Noch ist sie im Dämmerlicht, aber unaufhaltsam kommt die Sonne heraus, beleuchtet zunächst die Turmspitzen, dann die Mauern und schließlich die herbstlich bunten Wälder am Osthang.  Gleichzeitig  wird der Schatten nach Westen immer kürzer, präziser bis irgendwann die Konturen des Zoller und der Burg auf den Wiesen im Tal deutlich zu erkennen sind.
Ich stehe da, vertieft in den Anblick, vergesse die Uhr –nein, ich beschließe, sie zu vergessen, schließlich habe ich Gleitzeit. Und ich denke an den bekannten Vers aus Psalm 113:
„Vom Aufgang der Sonne bis zu ihrem Niedergang sei gelobet der Name des HERRN!“

 

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Ein Kommentar zu Vom Aufgang der Sonne…..

  1. Olaf Hofmann 25. April 2018 um 23:03 #

    Einfach raus. Raus aus dem Bett. Raus aus der Bequemlichkeit und rein ins Leben.
    Gute Idee.
    Versuche ich auch.

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