Wahnhausen

Wer auf dem Fuldaradweg radelt, kommt durch diesen kleinen Ort in Nordhessen. Kaum zu glauben, dass ein Ort heute so heißen kann. Der Ort hieß um 1100 ursprünglich Wanenhusun und hatte einen beträchtlichen Fischreichtum. Da denkt man dann schon an etwas anderes, als bei: Wahnhausen.

Wahnhausen, so fühlt es sich leider gerade aktuell für mich an. Ein paar Beispiele: Lange Kriege enden immer noch nicht bzw. neue werden angezettelt. Belarus und Navalny. „Streit und Häme“ in den USA auf höchster Ebene und seit Jahren ein erbittertes Gegeneinander in der dortigen Gesellschaft zwischen arm und superreich, schwarz und weiß, … Wirtschaft und viele Arbeitsbereiche gehen bei uns und weltweit wg. Corona und den Versuchen der  Viruseindämmung immer mehr „in die Knie“. Abstand, Maske, Beherbergungsverbot, Begegnungsreduzierung lässt das Miteinander erschlaffen. Kirche, Gottesdienst und Gemeinde sind desgleichen reduziert und triften – je länger, je mehr – in Richtung Bedeutungslosigkeit, genauso wie die analoge Kultur ganz allgemein.  Dazu die weltweit ungelösten Klima- Energie- und Migrationsfragen, die Fragen zur Zukunft der Landwirtschaft und der genügenden und gesunden Lebensmittelproduktion, des (Regen)Waldsterbens und des Plastik- und sonstigen Mülls in den Meeren durch menschliche Nachlässigkeit und Fehlentscheidungen …
Irgendwie Wahnhausen, oder? Vieles scheint mir wahnsinnig schwierig und wahnsinnig kompliziert. Wer will dies alles lösen, wer hat die richtigen Konzepte, wer kann sie politisch durchsetzen damit möglichst viele mitmachen?

Macht da das Männersonntagsmotto für den 18.10.2020 „Im Schweiße deines Angesichtes …“ Mut, selber mit an zu packen und sich nicht nur irgendwie in „Wahnhausen“ ein zu richten?
– Nein, denn ich kann an dem allen eh nichts ändern, ich habe dazu keine Macht.
– Nein, sollen doch erst mal die Anderen und vor allem der Chinese.

Ja, denn ich höre in diesem biblischen Satz aus 1. Mose 3, 19 nicht nur die Anstrengung, sondern auch die Gabe der männliche Tatkraft und deren Lebensaufgabe zum Guten. Mann sollte (muss) selber auch die Veränderung leben, die man sich in der Gesellschaft (Welt) wünscht, das höre ich darin.

Vielleicht findet solch ein Gottesdienst am nächsten Sonntag auch in Ihrer Nähe statt. Dann gehen Sie doch einfach mal hin, damit wir Männer eine Alternative bekommen zum gegenwärtigen „Wahnhausen“.

 

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