Weihnachten

Lieber Leser,

in unserem Adventskalender zuhause ist mir ein kleiner Beitrag aufgefallen, der mir so gefallen hat, dass ich ihn hier wiedergeben möchte. Es geht natürlich um einen Mann:

Josef

Ich habe hier eigentlich gar nichts verloren. Viele zu viel der Ehre, die  mir um diese Zeit immer wieder angetan wird! Ohne mich wäre die Geschichte doch mehr oder weniger genau so verlaufen.
Hätte ich Marie tatsächlich in jener Nacht verlassen hätte, in der sie mir ihre Schwangerschaft gestanden hatte, wären ihr die beschwerliche Reise nach Bethlehem und vielleicht auch die Flucht nach Ägypten erspart geblieben. Der Kleine wäre sicher und wohlbehütet bei ihren Verwandten in Nazareth  zur Welt gekommen. Ich habe mich deshalb oft gefragt, ob es nicht ein Fehler war, bei ihr geblieben zu sein. Klar, als partnerlose Mutter wäre das Leben sicher nicht leicht gewesen. Aber als von den Kindern verlassenen Mutter war es auch bitter. Jakobus, Josef, Judas und Simon – alle unsere Jung sind ihrem älteren Bruder auf seinem fatalen Weg gefolgt.
Eines immerhin wäre anders gewesen: Der Junge hätte nicht Jesus geheißen. Das war meine Idee. Ich habe gehofft, dass der Name sich erfüllt. Ein „Retter“ sollte er werden für Maria und mich, für unsere Liebe und für unsere Familien. War er das? Bei dem Leid, das sein Ende für uns bedeutete, fällt es mir schwer, das so zu sehen. Aber was er ins Rollen brachte durch seine Reden und Taten, das war viel größer, als wir uns das damals vorstellen konnten!

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen, auch im Namen des gesamten Blogger-Teams ein gesegnetes Weihnachtsfest und für das kommende Jahr alles Gute, Gesundheit und Gottes Geleit.

 

Quelle: „Der Andere Advent“, eine Kalender vom Verein „Andere Zeiten“ ; https://www.anderezeiten.de

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