Wo ist Walter?

Dieter1Im Februar habe ich hier bei maennersegen.de schon einmal eine Alltagsübung aus unserem Männerkreis in Güglingen vorgestellt. Hier kommt nun noch eine weitere. Die Ausgangsfrage ist: Wie können wir in unserem Alltag einen Kontakt zu Gott finden? Oder noch genauer: immer wieder finden. Die Erfahrung zeigt ja, dass wir Männer diesen Kontakt immer wieder verlieren. Dazu noch eine Anmerkung vorneweg: Das Folgende ist kein Text, der Sie fromm kitzeln soll, sondern eine Übung. Sie funktioniert. Wir haben es erprobt. Aber sie funktioniert nur, wenn man sie übt. Also: Just do it!
Als Vater haben Sie sicher einmal die Wimmelbücher von Ali Migutsch oder das Buch „Wo ist Walter?“ mit ihren Kindern angeschaut. Unser zurückliegender Tag erscheint auf den ersten Blick manchmal auch so wie ein Wimmelbild. Es war viel los und man weiß gar nicht mehr, was alles los war. Deshalb:

Material + setting
Einen ruhigen Platz aufsuchen. (z.B. auf einen Stuhl sitzen, auf dem man sonst nicht sitzt.) Eine Kerze anzünden. Einen Moment Ruhe finden. Ein kleines Notizbuch mit Stift bereitlegen.

Übung
Ich schaue mir das „Wimmelbild“ meines Tages an und versuche, darin Gott zu entdecken. Zwei Leitfragen können mich dabei leiten: Wofür bin ich dankbar? Was will ich loslassen? Pro Frage geben Sie sich bitte maximal drei Antworten. Es hilft, die Antworten schriftlich aufzuschreiben. Es genügt aber, sie in Stichworten zu schreiben. Zum Abschluss kann Mann ein Vaterunser beten.

(Diese Gebetsübung stammt von Jörg Ahlbrecht aus seinem Buch „Finde deinen Lebensrhythmus S.102 -111)

Pfarrer Dieter Kern, Güglingen und Bezirksmännerpfarrer Dekanat Brackenheim

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