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Zu mir stehen

Ein Freund erzählt:
“ Ich mit einem Arbeitskollegen alleine auf einem Stockwerk und der Kollege war extrem gesprächig. Offensichtlich hatte er ein großes Mitteilungsbedürfnis und erzählte und erzählte. Ich hörte ihm höflich zu und machte auch die eine oder andere Bemerkung, ein Ah- und Ach- und Verstehe-. Doch innerlich spürte ich eine Spannung aufsteigen und merkte, dass mir dieses Einzelgespräch doch sehr auf die Nerven ging. Doch was tun? Das war kein akzeptabler Zustand für mich. In mir kochte es immer weiter, bis ich es nicht mehr aushielt. Da nahm ich allen Mut zusammen und sagte ihm, dass mich das was er da erzählte überhaupt nicht interessieren würde!
Verdutzt schaute er mich an, stoppte seinen Redefluss und meinte, „na dann, wenn das so ist“, und entfernte sich zügig. Mit einem tiefen inneren Seufzer und einem „Tschacka-Wow“ war ich sehr stolz auf mich, dass ich meinem inneren Bedürfnis, meinem Bauchgefühl, getraut hatte. Was der Kollege jetzt auch immer von mir denken mochte, das war in diesem Moment zweitrangig. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, doch es war ein wunderbares und tolles Gefühl, für mich selbst gut gesorgt zu haben!

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